Die Flexifizierung der Gesellschaft

Jede Gesellschaft unterliegt einem permanenten Wandel. In der Regel sollten die Veränderungen dazu führen, dass es den Menschen auf die eine oder andere Weise besser geht.

In den letzten 50 Jahren gehen die Veränderungen aber immer Stärker auf Kosten anderer Lebewesen. Einem Teil der Menschheit geht es gut und besser, sie leben länger, haben eine gute Versorgung der Infrastruktur und können sich viele Sachen leisten von denen Ihnen suggeriert wird, dass sie sie brauchen. Das Ganze funktioniert aber nur weil ein Großteil der Menschheit und fast das ganze Tierreich massiv ausgebeutet werden.

Um die Welt in ihrer Form für alle schön und lebenswert zu gestalten müsste sich dafür Vieles ändern. Leider wird von den Mächtigen auf dieser Welt das überhaupt nicht gewünscht um Macht und Vermögen weiter in wenigen Händen bündeln zu können. Diese Bündelung funktioniert natürlich nur weil man die allgemeingültigen Regeln des Zusammenlebens drastisch verbiegt. Um jetzt der „breiten Masse“ die Möglichkeit zu geben das Nachdenken über Ethik und das Zusammenleben überhaupt bei Seite zu lassen, müssen Ausweichmechanismen zur Verfügung gestellt werden.

Der aktuell immer häufiger um sich greifende Mechanismus und Trend ist die Flexifizierung.

Da wird den Menschen suggeriert, dass ein Verhalten oder eine Gewohnheit die sie im Inneren eigentlich als falsch und verwerflich ansehen, gut und hilfreich ist wenn man es oder sie nur ab und an ausführt. Dem Ganzen wird dann die Vorsilbe Flexi geschenkt und schon kann man aufhören über die eigenen Handlungen nachzudenken und weitermachen wie bisher.

Ein klassisches Beispiel sind die Flexitarier. Da werden zwar weiterhin die Tiere gequält, ausgebeutet und letztendlich mit dem Bolzenschußgerät um ihr Leben gebracht, aber weil man das etwas seltener macht oder mehr dafür bezahlt, ist man ja genauso gut/vernünftig wie die, die das überhaupt nicht mehr tun. Man hebt sich somit selber auf das Podest von dem man ansonsten die wirklichen Tierschützer am liebsten herunter werfen will.

Es ist also nur eine Frage der Zeit bis der erste Flexifist (Danke Armin) unsere Wege kreuzt. Also eigentlich total gegen jede Gewalt und Krieg etc. aber in der Flexiphase dann halt mal dem anders Denkenden die Zähne ausschlagen oder auch mal ein Messer in den Rücken stecken. Ist ja nicht schlimm weil man ja in der Grundhaltung Pazifist ist.

Mal sehen wie lange es dauert, bis wir eine reine Flexi-gesellschaft geworden sind mit

  • – Flexiwaltiger (ab und an mal, natürlich im gesunden Maß, ne kleine Vergewaltigung
  • – Flexisisst (ab und an mal, natürlich im gesunden Maß, Rassist sein)
  • – Flexiiller (ab und an mal, natürlich im gesunden Maß, Killer sein)
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Liebe, sonnige und vegane Grüße

Stefan

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